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Phthalate werden in PVC eingesetzt, um das Material weich und biegsam zu machen, wie es zum Beispiel für Planen für LKW benötigt wird. Hingegen sollen Hart-PVC-Produkte stabil bleiben, sie enthalten daher keine Weichmacher.
Kein Vertreter aus der Stoffgruppe der Phthalate (Phthalsäureester) ist als krebserzeugend eingestuft.
Die am häufigsten verwendeten Phthalate DINP und DIDP haben auch keine hormonähnliche Wirkung. Bei DEHP haben sich bei Studien an Nagetieren bei sehr hohen verabreichten Mengen hormonähnliche Wirkungen gezeigt. Ebenso werden DBP, DIBP und BP als Kategorie 2 reproduktionstoxisch klassifiziert, es gibt also den im Tierversuch erhärteten Verdacht auf fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften.
Phthalate werden seit rund 50 Jahren erfolgreich eingesetzt, wobei es bisher keinen verlässlichen Nachweis gibt, dass sie bei bestimmungsgemäßen Gebrauch Gesundheitsprobleme verursacht hätten. Dennoch hat sich die Industrie bemüht, Ersatzprodukte zu finden. Für bestimmte Einsatzzwecke, war dies jedoch bisher nicht möglich. Die geforderten Produkteigenschaften (Dichtfähigkeit bei Deckeldichtungen) können derzeit mit den Substituten nicht erhalten werden. Letztere sind aber zum Schutz des Produktes, meist Lebensmittel, und damit des Konsumenten unbedingt notwendig.