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Gefährden Pflanzenschutzmittel die Umwelt?

Pflanzenschutzmittel haben den Ruf, dass sie zwar unsere Nutzpflanzen vor Unkräutern, Krankheiten und Schädlingen schützen, aber gleichzeitig die Umwelt belasten. Diese Sorge ist unbegründet.

Jedes einzelne Pflanzenschutzmittel muss vor dem Verkauf ein strenges Zulassungsverfahren passieren. Unter anderem werden dabei mögliche Nebenwirkungen auf Nützlinge wie Regenwürmer und Marienkäfer sowie auf Bienen, Einflüsse auf Bodenmikroorganismen und andere Lebewesen untersucht. Genau muss auch der Abbau im Boden dokumentiert werden, um darzustellen, wie sich der Wirkstoff im Boden verhält. Die ausgebrachten Präparate werden durch Licht, Wasser, chemische Prozesse und Mikroorganismen abgebaut. Nur jene Wirkstoffe und Produkte, die diese umfangreichen Bedingungen erfüllen und die behördlichen Überprüfungen bestehen, werden zugelassen.

Von den ersten Tests im Labor bis zur Markteinführung eines Pflanzenschutzmittels vergehen meist 10 Jahre. Entwicklung, Versuche und Prüfungen, vor allem im Bereich Umweltverhalten und Toxikologie, verursachen Kosten von rund 200 Millionen Euro. Pflanzenschutzmittel zählen damit zu den am besten untersuchten Chemikalien und entsprechen damit hohen Umwelt- und Qualitätsstandards.

 
 
 
 
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