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Gibt es Fortschritte bei der Entwicklung von Schmerzmedikamenten?

Weltweit leiden 10 bis 20 % der Bevölkerung unter schweren, dauerhaften Schmerzen. Schmerz ist eine eigene Sinnesqualität mit psychischer Komponente. Persönlichkeitsstruktur und Gefühlslage bestimmen die subjektive Empfindung von Schmerz mit. Akuter Schmerz warnt vor Bedrohung des Organismus.

Schmerzen begleiten oft Erkrankungen oder Verletzungen, werden aber inzwischen selbst als Krankheit verstanden. Der Schmerz besteht dabei über Monate und das Grundleiden ist entweder schwer bzw. nicht therapierbar oder eine Ursache für den Schmerz nicht auffindbar. Von chronischem Schmerz spricht man dann, wenn die Beschwerden länger als sechs Monate anhalten. Wiederholt auftretende Schmerzen führen dabei zu intensiverem und längerem Schmerzempfinden, da dabei die Schmerzschwelle herabgesetzt wird. Deshalb ist eine frühzeitige und ausreichende Schmerzbekämpfung mit Medikamenten wichtig.

Das Ergebnis neuester Entwicklungen sind Arzneimittel, die nicht auf das zentrale Nervensystem wirken und von denen weniger Nebenwirkungen erwartet werden. Die neuen Schmerzmittel wirken direkt dort, wo der Schmerz auftritt, an den Schmerzrezeptoren außerhalb des zentralen Nervensystems. Die neuen Schmerzmittel könnten besonders für Menschen, die an schweren, chronischen Schmerzen leiden - wie z.B. Krebspatienten - sowie bei Arthritis und Arthrose Erleichterung bringen.

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