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In letzter Zeit berichten die Medien immer wieder von der Feuerbrandgefahr im Obstbau. Warum erfindet die Industrie kein Gegenmittel?

Weltweit gibt es zirka 240 wirtschaftlich bedeutende Schaderreger. Der Feuerbrand, eine hochinfektiöse und schwer zu bekämpfende Krankheit verschiedener Obst- und Ziergehölze ist nur einer davon.

Die Pflanzenschutzindustrie investiert riesige Summen in die Forschung: Rund 200 Millionen Euro verschlingt die Entwicklung eines einzigen Produktes und von der ersten Synthese bis zur Vermarktung vergehen 9-10 Jahre. Nach dieser Zeitspanne wird nur eine von 140.000 Substanzen das Licht des Marktes erblicken. Der Rest hat das Rennen verloren. Entweder wegen schlechter Wirkung oder Schädigung der Kulturpflanzen. Oder die Substanz wäre zu toxisch oder würde sich im Grundwasser anreichern – um nur einige Ausschließungsgründe zu nennen. Quasi über Nacht ist es daher nicht möglich, ein Produkt zu entwickeln.

Die Industrie forscht aber laufend nach Möglichkeiten, Schaderreger noch effizienter und umweltfreundlicher auszuschalten. Chemische Präparate werden dabei in der Regel immer als ein Baustein in einem Maßnahmenbündel gesehen. Die wichtigsten Maßnahmen gegen Feuerbrand sind hygienischer Natur und radikales Zurückschneiden der Obstbäume. Antibiotika sind eine weitere Möglichkeit, um den Feuerbrand in den Griff zu bekommen.

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