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Ist PVC überhaupt noch ein zeitgemäßes Material?

Polyvinylchorid (PVC) ist der bestuntersuchte und am zweithäufigsten verwendete Kunststoff Europas. Die Gründe dafür liegen in der Vielseitigkeit des seit mehr als 50 Jahren bewährten Kunststoffes, in seiner Langlebigkeit, Plegeleichtigkeit und hohen Wirtschaftlichkeit. Diskussionen über Umweltbelange von PVC bewirkten zahlreiche tiefergehende Untersuchungen, die überwiegend zu dem Ergebnis kamen, dass PVC ein ökoeffizienter Werkstoff ist und zur Ressourcenschonung beiträgt.

PVC besteht nur zu 43 % aus Erdöl und zu 57 % aus einem Rohstoff, der praktisch unendlich verfügbar ist: Salz. Bei der Herstellung und Verarbeitung von PVC wird nur wenig Energie verbraucht. Mehr als 90 % des PVC werden in Österreich zu jahrzehntelang nutzbaren Bauprodukten (Rohre, Fenster, Böden etc.) verarbeitet, die kaum oder gar nicht gewartet werden müssen. Am Ende des Lebensweges warten effiziente Altstoffsammelsysteme und Recyclinganlagen, die kontinuierlich ausgebaut werden.

PVC kann hart und stabil oder weich und flexibel hergestellt werden. Diese Vielseitigkeit inspiriert einst wie jetzt zu unterschiedlichsten Innovationen: So besteht das neue Faltdach im Wiener Rathaus ebenso aus PVC wie Vinyl-Schallplatten, auch bei aufblasbaren Möbeln, Regenjacken, Sportschuhen, Fußbällen oder modernen Segelbooten gehört PVC dazu.

 
Rückfragen an:   Dr. Johann Pummer
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