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Unverrottbarkeit heißt Materialbeständigkeit. In vielen Anwendungsbereichen ist die Unverrottbarkeit die gewünschte Eigenschaft: z.B. bei Bauprodukten, die ja über Jahrzehnte halten sollen. Hier werden sogar Werkstoffe mit chemischen Anstrichen und Imprägnierungen gegen das Verrotten geschützt.
Aber auch bei Produkten mit kürzerer Nutzungsdauer, wie z.B. bei Lebensmittelverpackungen, ist Unverrottbarkeit selten ein Nachteil. Bei Kunststoffmehrwegverpackungen oder beim stofflichen Recycling ohnehin nicht, weil hier der Werkstoff wieder verwendet wird. Wenn Recycling über mehrere Zyklen laufen muss, braucht man dafür beständiges Grundmaterial. Bei ordnungsgemäßer Entsorgung durch Verbrennung ist es unwichtig, ob eine Verpackung verrottbar ist oder nicht. Bei Deponierung - die in Österreich zur Ausnahme geworden ist - verhalten sich Kunststoffe neutral.
Übrigens sind auch viele andere Materialien, z.B. Glas, unverrottbar und jene Werkstoffe, die organisch abgebaut werden, brauchen dazu besondere Bedingungen bzw. sehr viel Zeit.