Adress Logo

FCIO - Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63

Tel.: 05 90 900 - 3340
Fax: 05 90 900 - 280
office@fcio.wko.at

Meine Zukunft Innovative Chemie Interviews Inspirierende Job-Links Meine Ausbildung

Klebstoffe mit Fernsteuerung?

Schweißen, Löten, Nieten oder Schrauben sind alt bekannte Fügetechniken. Eine weitere Verbindungsart, die zwar schon seit Jahrtausenden bekannt ist, nämlich das Kleben, ist erst in jüngerer Vergangenheit zu einer gleichwertigen Verbindungsart gereift. Im Hochtechnologiebereich ist die Klebetechnik sogar zur bevorzugten Anwendung geworden.

Immer häufiger kommen Klebstoffe im Automobilbau zum Einsatz. Mit ihnen kann man Metall und Kunststoff verbinden, was gegenüber dem Schweißen ein Vorteil ist. Sie tragen damit zur Gewichtseinsparung und in der Folge zu geringerem Treibstoffverbrauch bei.

Klebstoffe haben allerdings den Nachteil, dass sie in Pressen bei hohen Temperaturen ausgehärtet werden müssen. Dies kostet Energie und bringt Zeitverlust bei der Produktion sowie auch Probleme bei hitzeempfindlichen Materialien, da ja nicht nur der Kleber erwärmt wird, sondern auch das Werkstück.

Ein neuer Kleber basierend auf Nanotechnologie soll dieses Problem lösen: Er beinhaltet Nanoteilchen aus Eisenverbindungen. Den Klebeprozess ruft nicht Hitze, sondern Magnetismus hervor. Im Magnetfeld beginnen die Nanoteilchen zu schwingen und erhitzen sich dabei. Dies führt zu einer sehr viel schnelleren Aushärtung. Die Produktion wird beschleunigt, bei gleichzeitiger Senkung des Energieverbrauchs. Ein großer Vorteil dieser Klebemethode ist auch, dass sie sich umkehren lässt: Die Teile lassen sich damit durch neuerliches Anlegen eines Magnetfeldes auch wieder lösen. Das hat Bedeutung bei der Reparatur, aber auch beim Recycling.

 TOP
Im Dialog
Die Chemische Industrie beantwortet Ihre Fragen!