FCIO - Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63
Tel.: 05 90 900 - 3340Fax: 05 90 900 - 280office@fcio.wko.at
Treibhausgase besitzen die Eigenschaft, von der Erdoberfläche reflektiertes Sonnenlicht zu absorbieren und damit die Atmosphäre zu erwärmen. Dieser Treibhauseffekt ist zunächst Voraussetzung für jedes Leben auf der Erde, da ohne ihn die Durchschnittstemperatur der Erde ca. 33 °C unter den derzeitigen Werten liegen würde.
Für den "natürlichen" Treibhauseffekt der Erde sind in erster Linie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O)verantwortlich. Es wird befürchtet, dass steigende Emissionen dieser Treibhausgase durch menschliche Aktivitäten sowie die zusätzliche Emission "künstlicher" Treibhausgase (insbesondere teil- und vollfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW und FKW) sowie Schwefelhexafluorid (SF6) zu einer globalen Erwärmung und weiteren unerwünschten Veränderungen des Klimas führen.
Treibhausgase werden insbesondere bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Heizung, Stromerzeugung, KFZ-Verkehr, Produktionsprozesse), bei der Abfallbehandlung sowie durch landwirtschaftliche Aktivitäten emittiert.
Die verschiedenen Treibhausgase sind unterschiedlich wirksam. So verursachen beispielsweise HFKW oder FKW in gleicher Menge eine viel stärkere Erwärmung als etwa CO2. Diese unterschiedliche Wirksamkeit wird mit dem global warming potential - GWP beschrieben. Es gibt an, wie viel stärker die erwärmende Wirkung eines bestimmten Treibhausgases im Vergleich mit Kohlendioxid ist. Beispielsweise besitzt Methan ein GWP von 21, Schwefelhexafluorid ein GWP von 23900. Das GWP von Kohlendioxid beträgt definitionsgemäß 1. Die Emissionen von Treibhausgasen können mit Hilfe des GWP in CO2-Äquivalente umgerechnet werden.