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Wozu soviel Kunstdünger?

Der gute alte Kunstdünger hat die Erträge im Pflanzenbau mehrfach verdoppelt seit Justus von Liebig erste Arbeiten zur Agrikulturchemie 1840 publiziert hat.

Nach einer Phase der Überproduktion sind wir heute froh, dass wir freie Ackerflächen auch für die Produktion von Biotreibstoff haben. Acker, Grünland und Bodenfruchtbarkeit werden wieder zu einem knappen und hohen Gut.

Ziel ist heute die bedarfsgerechte Ernährung der Pflanze und nicht mehr die "Vorratsdüngung" des Bodens. Richtiges Nährstoff-Verhältnis, exakte Bemessung und das Ausbringen der Nährstoffe unmittelbar zum Bedarf der Pflanze erhöhen Ertrag und Qualität unserer Kulturpflanzen, bei hoher Umweltverträglichkeit. Mit Hilfe modernster Technik kann der Einsatz von Stickstoffdünger optimiert werden. Durch genaue Kenntnis des Bodens werden Düngemittel nur dort eingesetzt, wo sie auch benötigt werden.

Pflanzen müssen heute beispielsweise auch mit Schwefel versorgt werden. In den letzten 20 Jahren haben sich die Schwefeleinträge aus der Luft, auf Grund von Maßnahmen zur Luftreinhaltung drastisch verringert. Saubere Luft ist zwar Grundlage gesunder Wälder, kann für die Pflanze jedoch auch nachteilig sein. Schwefel ist heute ein elementarer Pflanzennährstoff für unsere Kulturpflanzen und daher Bestandteil moderner Mineraldünger.

 
 
 
 
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